In den Integrativen Ausbildungzentren (IAZ) stehen für Jugendliche mit Behinderungen die Möglichkeiten der Teilqualifikation und Anlehre zur Verfügung.
Eine Teilqualifikation bedeutet, dass die Ausbildung auf einen oder mehrere Teile eines Berufsbildes eingeschränkt wird. Die Jugendlichen lernen daher nicht alles, was ein Lehrling in der regulären Lehre lernt, sondern werden in Bereichen und Tätigkeiten gefördert, die ihren persönlichen Fähigkeiten entsprechen und ihnen liegen. Bei der Anlehre werden (in Anlehnung an die Lehrlingsausbildung in der freien Wirtschaft) Ausbildungsmaßnahmen angeboten, um Menschen mit Benachteiligung die Befähigung zu vermitteln, als "qualifizierte Helfer" auf (geförderten) Arbeitsplätzen arbeiten zu können.
In den vergangenen Jahren war das Ausbildungszentrum Vorarlberg laut Fördervertrag mit dem Bundessozialamt verpflichtet, einen bestimmten Anteil der Jugendlichen nach Abschluss ihrer Ausbildung auf einen Arbeitsplatz in der Wirtschaft zu vermitteln. Mit über 70% Vermittlungsquote konnten diese Anforderungen immer weit übererfüllt werden. Dabei zeigte sich, dass Anlehrlinge genauso gut vermittelbar waren wie Teilqualifikanten. Seit 2008 erfolgt die Vermittlung auf den Arbeitsmarkt zentral durch die DAFÜR GmbH in Hohenems. Aufgabe des AZV ist es, die Lehrlinge nach Abschluss der Ausbildung „jobready“ an DAFÜR zu übergeben.

Armin Hotz
GF Ausbildungszentrum Vorarlberg
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