Mitte der 70er Jahre hat die Lebenshilfe Vorarlberg in Batschuns Berufsanlehrwerkstätten in den Berufen Metall und Holz entwickelt. In den vergangenen 35 Jahren haben hunderte Jugendliche diese Ausbildung erfolgreich absolviert und als angelernte HilfearbeiterInnen in heimischen Betrieben „geschützte“ Arbeitsplätze mit eigenem Einkommen und Sozialversicherungsschutz gefunden.
Um diesen erfolgreichen Weg der dualen beruflichen Ausbildung für benachteiligte Jugendliche weiterentwickeln zu können, hat die Lebenshilfe im Jahr 1998 die Arbeitsintegrationsgesellschaft (AI) gegründet. Neben dem Ausbildungs- und Ferienhotel Viktor in Viktorsberg – einem einmaligen Projekt in ganz Europa – wurden über die Jahre die Ausbildungsbereiche Druckerei, Malerei, Verpackung, Tischlerei und Handel eingerichtet. Heute sind diese Bereich unter dem Begriff „Integrative Ausbildungszentren“ zusammengefasst. Über 65 Jugendliche lernen in diesen Ausbildungsbetrieben ihre Berufe, entweder in Form der Anlehre oder der Teilqualifikation.
2004 begannen Gespräche mit dem Land sowie mit dem AMS, um für ausbildungswillige Jugendliche, die auf dem regulären Ausbildungsmarkt keinen Lehrvertrag erhalten, ein überbetriebliches Ausbildungszentrum zu schaffen. Als Vor- und Mitdenker konnte die Lebenshilfe Vorarlberg KR Egon Blum gewinnen, den damaligen Lehrlingsbeauftragten der österreichischen Bundesregierung. 2005 öffnete das erste Überbetriebliche Ausbildungszentrum seine Tore und bot jungen Menschen mit Benachteiligungen die Möglichkeit, eine staatlich anerkannte Lehre zu absolvieren. Der Erfolg war so groß, dass fünf Jahre später das Angebot um die Lehrberufe Lagerlogistik und Malerei erweitert werden musste, um den Anforderungen der nächsten Jahre gewachsen zu sein.
Im September 2008 wurde die Arbeitsintegrationsgesellschaft in Ausbildungszentrum Vorarlberg (AZV) umbenannt. Damit wollte die Lebenshilfe Vorarlberg in der Öffentlichkeit, bei Angehörigen, Auszubildenden und den Systempartnern ein einheitliches Erscheinungsbild des Geschäftsbereiches „Ausbilden“ schaffen.

Armin Hotz
GF Ausbildungszentrum Vorarlberg
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